ILLEGALE FARBEN

Support: Liebe Frau Gesangsverein

Freitag, 10. November

Einlass 20 Uhr

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Illegale Farben

Stilrichtung unbekannt. Die fünf Kölner nennen Punk, Indie und NDW als musikalische Einflüsse. Ihre kurzen prägnanten Songs laden zum Tanzen und düsteren Tragträumen ein. Deutsche Texte und maschinell treibenden Rhythmen markieren den Grundriss aus dem verzerrte Bass- und Gitarrenmelodien erwachsen.
Da waren zwei Typen, die sich noch aus ihrem ganz frühen Leben bei der Hardcore Band My Lai (das waren die 1990er) kannten und dann sind beider doch in Köln gestrandet. Der eine, Thilo, als Kopf einer mehrköpfigen Schlange von Genepool, der andere, Thomas, als Springinsfeld bei Bazooka Zirkus. Da ist es ganz passend, dass gerade unter dem Projekt LFRS die ersten Songs mit Sänger Thom entstanden sind. Ausgangspunkt war also erstmal „Bock was zu machen“. Das ist in Musikerkreisen die Entsprechung von „irgendwas mit Median“ und entsprechen uncool. Ideen sind da, aber die müssen erstmal durch den Fleischwolf von drei Musiksozialisationen. Was mit Gitarren soll es sein, pathetische darf es nicht sein und bitte auch nicht der Dicke-Euer-Rock von alten Herren. Erster Abend - erster Song. Wieder raus: „wie sieht es aus in Eurem leben - kommt ihr da lebend wieder raus?“ Erstmal Mitstreiter suchen. Da ist Chris, der bunte Hund im Kölner Nachtleben und viel mit Bands auf Tour - und danach in deren Bandshirts unterwegs. Außerdem ein alter Bekannter und Bassspieler, wie praktisch. Das Schlagwerk komm dann auch von Genepool, zuerst Spiro und jetzt Jens und fertig ist die Laube. Es werden also Songs geschrieben. Es gibt Output, viel Output. Ein Abend, ein Song, Ein Demo. Zu dem Kopf kommt immer mehr Herz - und Beine. Das klappt fast immer.
Nach ihrem gleichnamigen Debüt veröffentlichen Illegale Farben im Oktober 2017 ihr zweites Album Grau. „Die Songs vom ersten Album haben eigentlich erst mit unseren Live-Auftritten ab Sommer 2015 richtig angefangen zu leben. Mit dieser Energie wollten wir direkt schauen, ob wir noch ein Album in uns haben“.
Eine exakte Verortung der Illegale Farben ist mit Grau noch schwerer, als sie es zuvor schon war. Grau ist nicht gefällig, leicht bekömmlich, so für zwischendurch, kein Frühstückchen. Teils sperrige, eigenwillige und -sinnige Stücke, die mal verzweifelt, mal hysterisch mit stellenweise dadaistischer Anmutung an einem zerren und einen in emotionalen Extremen hin- und herwerfen. Gleichzeitig gibt es unter den zwölf Titeln Stücke, die einen geradezu auf die Tanzfläche zwingen, weil der Beat so unmissverständlich in die Beine geht. Und über allem liegt eine Anmutung der frühen Neuen Deutschen Welle, dieser Mischung aus Punk und New Wave mit einer gewissen Härte und Kühle.


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